Unsere Garten im Herbst und Winter 09.09.2018 20:01

Wenn sich die Blätter an Bäumen und Sträuchern bunt zu verfärben beginnen, dann ist es gut langsam daran zu denken, den Garten winterfest zu machen.

Hier unsere Tips, wie Sie auch im Herbst Ihren Garten genießen können.

Die letzte Ernte in diesem Jahr

Die letzten Gurken, Zucchinie, Sellerie und auch der Schnittlauch werden vor dem Winter komplett abgeerntet. Spätestens wenn eine kalte Nacht den Tomatenstöcken ein Ende bereitet, werden die letzten reifen, roten Früchte zusammen mit den grünen Tomaten geerntet. Die unreifen Früchte können an einem sonnigen Fensterplatz im Haus noch gut nachreifen. Jedoch einige Gemüsesorten, wie der Rosenkohl, bekommen ein besseres Aroma, wenn sie den ersten Frösten ausgesetzt sind.

Laub

Es ist wichtig, regelmäßig das Laub vom Rasen mit einem Laubrechen zu entfernen, damit die Grashalme noch genug Luft bekommen.

Ist das Laub einigermaßen trocken und die Schicht nicht zu dick, kann auch der Rasenmäher mit Fangkorb zu Einsatz kommen, um das Grün ganz schnell vom Laub befreien. Dann ist es sogar schon kleingehäckselt und kann sofort auf den Komposthaufen wandern. Ist noch kein Frost zu erwarten, kann das zerkleinerte Laub auf dem Kompost mit einem Gemisch 1:100 aus EM (effektive Mikroorganismen) und Wasser übergossen werden. So wird aus dem Laub schneller nährstoffreiche Gartenerde.

Stauden, Sträucher und Hecken

Stauden sind auch im verblühten Zustand ein hübscher Anblick und müssen nicht unbedingt zurückgeschnitten werden. Zudem bieten sie Insekten einen Unterschlupf in der kalten Jahreszeit. Rosen und empfindliche Sträucher sollten jetzt einen Winterschutz erhalten, damit sie gut durch den Frost kommen. Bei Rosen werden die Triebe über der Veredelungsstelle etwa 15 cm mit Erde angehäufelt. Bei empfindlichen Sorten sollte noch zusätzlicher Schutz geboten werden. Dazu wird der Rosenstock oder auch die Strauchpflanze beispielsweise mit Reisig, Kokosmatten oder anderem geeigneten Material zugedeckt beziehungsweise eingepackt, so das sie noch atmen können.

Liegt Laub auf der Hecke, sollte auch dies regelmäßig entfernt werden, denn sonst können sich Schimmel oder Fäulnis bilden.

Gießen – auch im Herbst

Für immergrünen Pflanzen ist es wichtig, diese im Garten vor dem Austrocknen zu bewahren. Daher sollten diese Pflanzen vor allem im Herbst und auch an frostfreien Tagen immer wieder ausreichend gegossen werden, besonders wenn es wie in diesem Jahr wenig regnet.

Kübelpflanzen

Empfindliche Kübelpflanzen können nicht draußen bleiben. Pflanzen, die Blätter abwerfen, wie beispielsweise Fuchsien, Granatapfel und Bleiwurz, halten Temperaturen zwischen fünf bis zehn Grad sowie Dunkelheit stand. Die Unterbringung im Gartenhäuschen oder im Keller ist hier sinnvoll.

Rosmarin, Oleander und Zitronen bevorzugen einen hellen und sehr kühlen Standort. Für sie eignet sich zum Überwintern der Fensterplatz in einem ungeheizten Schlafzimmer. Hell, aber wärmer überwintern Hibiskus, Schönmalven und die Bougainvillea. Diese Pflanzen brauchen einen Standort im Wintergarten bei 16 bis 18 Grad.

Zwiebelpflanzen

Der Herbst ist die ideale Pflanzzeit für diese Frühblüher. Sie bilden vor dem Winterbeginn noch Wurzeln und gewöhnen sich an den Standort. Außerdem profitieren sie von der Winterruhe. Schneeglöckchen, Tulpen und Narzissen in einem Beet am besten nach Größe gestaffelt und möglichst in Gruppen setzten. Einzeln kommen sie weniger zur Geltung. Junge Zweijährige werden jetzt ausgesetzt. Die Königskerze, der Fingerhut und Goldlack blühen erst im Frühling, brauchen aber vorher etwas Zeit, um sich an ihre Umgebung zu gewöhnen.

Bestimmte Stauden müssen gerade jetzt gesät werden: Kaltkeimer wie

  • Phlox,

  • Fackellilie,

  • Frauenmantel,

  • Bergenie und

  • Taglilie

brauchen vor dem Austreiben den Kälteschock des Winters. In einem Topf und aussäen und diesen über den Winter an eine geschützte Stelle nach draußen stellen.

Schneiden von Stauden und Gehölzen

Verblühte Stauden und Gräser haben bei Frost nicht nur einen hohen Zierwert, wenn der Raureif sich auf sie legt. Nützliche Insekten verstecken sich auch gerne in hohlen Stängeln und Samenkapseln. Die Pflanzen sollten auch aus ökologischen Aspekten so lange wie möglich auf den Beeten bleiben. Getrocknetes kann während im Frühjahr leicht entfernt werden, da viele Triebe dann getrocknet sind und sich wie beim Phlox dann ganz leicht wegbrechen lassen.

Obstbäume werden erst zum Winterende an einem frostfreien Tag geschnitten, immer bei abnehmendem Mond, am besten an einem Fruchttag (im Tierkreiszeichen Löwe, Schütze, Widder),weil die Baumsäfte in dieser Zeit nicht steigen. Nach dem Schnitt den Baum mit dem homöopathischen Pflanzenmittel Staphisagria C30 versorgen. Dafür 10 Globuli des Pflanzenmittels in 100ml Wasser auflösen und den Baum an einem Blatttag – siehe Mondkalender gießen. Zusätzlich kann auch noch Arnica C30, wie eben beschrieben, gegeben werden.

Obstgehölze vor dem ersten Frost einsetzen

Neue Obstgehölze werden (im Tierkreiszeichen Jungfrau) jetzt gepflanzt. Sie bilden bis zum ersten Frost noch Faserwurzeln. In das Pflanzloch kommt ein Gemisch aus Erde mit Kompost, welches den Baum mit Nährstoffe versorgt. Damit der Baum gut anwächst, reichlich angießen. Dabei an einem Wurzeltag (siehe Mondkalender) die homöopathischen Pflanzenmittel Kalium carbonicum D6 und Natrium chloratum D6 gießen. (dafür jeweils 10 Glob. in 5 Liter Wasser auflösen) Diese Pflanzenmittel unterstützen den Flüssigkeitstransport in der Planze. Am darauf folgendem Blatttag, die homöopathischen Pflanzenmittel Magnesium carbonicum D6 und Calcium Carbinicum D6 gießen, um die Stabilität der Pflanze zu unterstützen

Bei Obstgehölzen wirken sich Mischpflanzungen verschiedener Sorten günstig auf die Befruchtung aus. Bei manchen Arten, wie zum Beispiel Apfelbäumen, Süßkirschen oder einigen Pflaumensorten ist sie sogar nötig, sonst entwickeln die Bäume nämlich keine Früchte. Außerdem wirkt sich die Mischpflanzung günstig auf die Erntezeit aus: Denn diese dauert durch frühe, mittelfrühe und späte Sorten von Sommer bis Herbst.

Mulchen

Mulch schützt offene Flächen vor der Kälte. Laub oder Staudenschnitt bleibt einfach als Mulchschicht unter den Sträuchern liegen. Das organische Material wird zu Humus, der wie ein Schwamm im Boden Nährstoffe und Wasser speichert. Der darunter liegende Boden bleibt somit locker, feucht und fruchtbar.

Umgraben

Nach unserem Verständnis mit dem Wissen um den Mond, ist es ratsam, den Garten im Herbst nicht umzugraben. Es würde nur das Milieu der Kleinstlebewesen im Boden zerstört werden. Wenn umgraben, dann im Frühling. Dann auch nur, wenn ein vollkommen neues Beet angelegt werden soll. Wie das geht - dazu in unserer Frühlingsausgabe mehr

 

Und noch ein Tip: Um die Zeit bis zum neuen Grün nicht zu lang werden zu lassen, wäre es doch eine schöne Idee, sich für die kommende Saison zu überlegen, ob ein paar Herbstpflanzen den Garten bereichern würden. Sie erfreuen uns auch zur kälteren Jahreszeit mit ihren Blüten. Ein Beispiel wäre der Mönchspfeffer, welcher zudem noch heilende Wirkung besitzt.


 

Eine wundervolle Herbst- und Winterzeit wünscht Ihnen

Adelheid Träger


 


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